Historie

 

Das Schloss Oberschwappach war die Sommerresidenz der letzten vier Äbte des Zisterzienserklosters Ebrach und stellt einen typischen Repräsentationsbau des Barock dar. 

Abt Wilhelm I. Söllner gab 1716 den Auftrag zum Bau des Schlosses.

 

Als Mehrzweckgebäude sollte es nach seinem Baumeister Josef Greising der Verwaltung, der Ökonomie und der Erholung dienen.

 

Während der Säkularisation im Jahre 1803 wurde der letzte Abt Eugen Montag ins Exil in das Schloss Oberschwappach geschickt. Hier verbringt er die letzten acht Jahre seines Lebens und setzt sich sehr für die Bevölkerung der beiden Schwappachdörfer ein.

An seinem 70. Geburtstag 1811 verstirbt Abt Eugen Montag.

Erst nach dessen Tod fällt Schloss Oberschwappach der Säkularisation zum Opfer.

 

1814 erwirbt der Hofbankier Jakob Hirsch das Schloss und verkauft während seines Besitztums viele Einrichtungsgegenstände, sogar ein Stück des Kupferdaches und die Figuren der vierzehn Nothelfer, die auf Steinpodesten im Garten standen.

 

1864 kauft Baron Busso v. Röppert das Schloss, der wiederum verkauft es 1871 an Eugen Ziegler aus Gotha. Beide Besitzer sorgten ebenso dafür, dass viele Einrichtungsgenestände aus dem Schloss verkauft wurden.

 

Erst im Jahre 1903 ziehen mit der Familie von Dungern echte Liebhaber barocker Baukunst in das Schloss. Durch schwere Schäden der letzten Kriegstage wird das Schloss weitgehend ruiniert, so dass eine Generalsanierung notwendig wird.

 

1985 kauft die Gemeinde Knetzgau mit Unterstützung des Freistaates Bayern das Schloss vom derzeitigen Baron von Dungern mit der Absicht die alte Sommerresidenz der Ebracher Äbte in zeitgemäßer Nutzung wieder zu beleben.

 

Erleben SIe die Geschichte des Schlosses Oberschwappach im Museum